Innenraumallergene rücken in den Fokus
Autoren:
Dr. Markus Berger1–3
Lukas Dirr, MSc3,4
Dr. Johannes M. Bouchal3,4
1 HNO-Abteilung, Klinik Landstraße, Wiener Gesundheitsverbund
2 Allergiezentrum Wien West
3 Österreichischer Polleninformationsdienst
4 Abteilung für Strukturelle und Funktionelle Botanik, Fakultät für Lebenswissenschaften, Universität Wien
E-Mail: markus.berger@pollenresearch.com
Die Pollensaison klingt langsam ab – doch für Allergiker:innen bedeutet das nicht automatisch Entwarnung. Mit Beginn der Heizperiode rücken Pilzsporen und typische Innenraumallergene wie Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmel stärker in den Fokus.
Ein kurzer Rückblick: Die Ragweed-Saison schritt im September voran, wobei die höchsten Konzentrationen bereits im August registriert wurden. Die Schilfblüte am Neusiedler See sorgte in den ersten zwei Septemberwochen im Osten Österreichs für einen erneuten Anstieg der Belastung für Gräserpollenallergiker:innen. Auch der Pilzsporenflug schwankte im September zwischen dem üblichen mäßigen und einem hohen Niveau.
Was Allergiker:innen in den kommenden Wochen erwartet
Die Belastungen durch Pilzsporen werden bis zu den ersten harten Frösten weiterhin auftreten. Besonders das Herbstlaub bietet eine Brutstätte für Pilzsporen. Allergiker:innen, die auf Sporen sensibilisiert sind, sollten beim herbstlichen Laubrechen eine FFP2-Atemmaske tragen um die eingeatmete Sporenmenge zu reduzieren.
Im Osten Österreichs kann bei sonnigen und trockenen Bedingungen sowie zeitgleichen Windströmungen aus dem Osten Ragweedpollen per Ferntransport zu uns verfrachtet werden. Dadurch können, obwohl die lokalen Ragweedpopulationen bereits ausgestäubt sind, bis Mitte Oktober noch mäßige Belastungen durch den Pollen dieses Neophyten auftreten.
Welche Allergene sind im Herbst und Winter besonders present?
Sobald wir die Fenster schließen und die Heizung anstellen, halten wir uns länger in geschlossenen Räumen auf und dadurch übernehmen die Innenraumallergene die Hauptrolle. Hierzu zählen Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmel. Hausstaubmilben etwa vermehren sich besonders gut in beheizten, nicht ausreichend belüfteten Schlafzimmern. Viele Betroffene bemerken das erst, wenn die allergenen Beschwerden nicht wie erwartet nachlassen, sondern sich sogar verschlimmern.
Für detailliertere Informationen zum Pollenflug in Österreich konsultieren Sie gerne die kostenlosen Services des Österreichischen Polleninformationsdienstes. Entweder über polleninformation.at oder die Pollen+ App (verfügbar für Android und iOS).
Ragweed Finder: https://www.ragweedfinder.at/
Ragweed Finder App: https://onelink.to/dry4t2
Polleninformation.at: https://www.polleninformation.at/
Pollen+ App: https://onelink.to/pollenapp
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